Über uns und unser Obst

Sie erhalten bei uns je nach Saison knackige Äpfel, leckere Pflaumen, Zwetschgen, etc. Wir bewirtschaften unseren Betrieb nach dem integriertem Prinzip, jedoch sind wir keinem Verband oder dergleichen angeschlossen (Erläuterung siehe hier) Das Hauptanbaugebiet des Kern-obstes in Schleswig-Holstein liegt westlich von Hamburg nahe der Elbmündung. Hier befinden sich in den Kreisen Pinneberg und Steinburg 50 % der Apfelfanbauflächen.

Unser Apfelhof liegt in Neuendorf im Kreis Steinburg. Wir bewirtschaften als Familienbetrieb
etwa 3 ha mit Obstbäumen. Der Boden der Elbmarsch bietet im Deichgebiet der Elbe optimale Anbaubedingungen. In den vergangenen Jahren wurde in unserer Gegend der Obstanbau
wieder intensiviert, da man erkannte, dass Obst aus der eigenen Region auch einen Markt
beim Verbraucher hat.


Integrierte Produktion – was ist das?
Das Ziel in einem integrierten Betrieb ist es, möglichst wenig Pflanzenschutzmittel einzusetzen und trotzdem wenig Verluste in der Erntemenge und der Qualität der Früchte hinzunehmen.
Um dies zu erreichen, werden alle zur Verfügung stehenden Pflegemaßnahmen berücksichtigt – sprich integriert! - Weitere Infos siehe unten!

Wie sich denken können, gibt es Kontrollorgane, die die Einhaltung der Richtlinien zum integrierten Anbau überwachen. Nur sind die Organisatoren auf Mitgliedsbeiträge angewiesen. Diese Beiträge sind für kleine Familienbetriebe, wie wir es sind, sehr teuer.
Unser Anliegen ist es, das Obst nach besten Wissen und Gewissen anzubauen und zu pflegen und dabei auf die Gesundhaltung von Mensch, Tier und Natur zu achten. Nur können wir Ihnen mit keinem Gütesiegel oder dergleichen dienen, da wir an keinem Verband und keiner Organisation angeschlossen sind.


Wir hoffen, dass wir mit unserer Qualität und unserer Einstellung zur Natur Ihr Vertrauen gewinnen und freuen uns auf Ihren Einkauf!
Sie können unser Obst je nach Saison z. B. nach telefonischer Vereinbarung erhalten! Die Menge bestimmen Sie - und wenn Sie keine Lagermöglichkeit haben, sind auch kleine Gebinde möglich.

Unsere Obstsorten:

Jamba
ist ein früh reifender, mittelgroßer bis großer Apfel. Er kann i. d. R. ab Mitte August bis in den September gepflückt und dann sofort und bis in den Oktober gegessen werden. Die Apfelsorte ist nur begrenzt lagerfähig. Die Schale ist glatt, ein wenig wachsig, gelbgrün und auf der Sonnenseite bis leuchtend rot. Das Fleisch ist mittelfest, grün-weißlich, saftig und schmeckt säuerlich. Diese Sorte wurde 1954 von der Obstbauversuchsanstalt Jork im Alten Land aus den Sorten Melba und James Grieve gekreuzt.

Elstar
ist eine Kreuzung aus Golden Delicious und Ingrid Marie. Sein erfrischender, würzig und fein-säuerlicher Geschmack hat ihn schnell an die Spitze der Hitliste gebracht. Er hat ein saftiges, knackiges Fruchtfleisch von weiß-gelblicher Farbe. Geerntet wird er von Ende September bis Anfang Oktober. Seine Genussreife dauert von Ende September bis April. Lagerfähig: 3 Monate

Jonagold
ist eine Kreuzung aus Golden Delicious und Jonathan. Dieser Apfel hat einen feinen, süß-säuerlichen Geschmack mit einem ausgewogenen Zucker-Säure-Verhältnis. Die Sorte ist bekannt für ein saftiges, gelbes Fruchtfleisch, welches später vollreif, weich und mürbe wird. Erntezeit ist von Ende September bis Oktober, genussreif von Oktober bis Mai. Lagerfähig: 4 - 5 Monate

Holsteiner Cox
Die Frucht ist mittelgroß, grüngelb bis rot und hat gelbes, knackiges, saftiges Fleisch, welches süßaromatisch ist. Geerntet wird ab Mitte September bis Anfang Oktober und essbar ab Oktober bis März bei richtiger Lagerung!

Cox Orange (Echter Cox)
wird durch sein fein süß-säuerliches Aroma sehr geschätzt. Schmeckt fruchtig, aromatisch und sehr würzig. Sein Fruchtfleisch ist fein und fest, später wird es angenehm mürbe. Besonders beliebt ist er zum Rohverzehr. Geerntet wird er Mitte bis Ende September, genussreif ist er von Ende September bis März. Haltbarkeit: je nach Lagerung bis Dezember

Golden Delicious
ist seit 1914 verbreitet und hat einen süß-aromatischen, würzigen Geschmack mit feiner Säure. Sein festes Fruchtfleisch wird mit
der Zeit angenehm mürbe. Gepflückt wird von ca. September bis Oktober, die Genussreife dauert von Oktober bis Juli. Lagerfähig:
ca. 4 - 6 Monate.


Boskoop:
hat einen erfrischenden, säuerlich-würzigen Geschmack. Er ist besonders gut zum Backen oder für Apfelpfannkuchen geeignet. Es gibt ihn als roten und grünen Boskoop. Der rote Boskoop schmeckt erfrischend fruchtig-säuerlich und etwas würzig. Er hat ein festes, saftiges Fruchtfleisch, welches später mürbe wird. Die grüne Variante ist geschmacklich etwas herb-säuerlicher. Pflückreife des Boskoops ist Ende September bis Mitte Oktober. Genussreif ist diese beliebte Brattapfelsorte von November bis April. Haltbarkeit: ca. 4 - 5 Monate

Fiesta
ist eine Kreuzung aus Cox Orange und Idared. Die Frucht ist mittelgroß bis groß, flachkugelig bis platt. Die Farbe der Schale ist
gelbgrün, auf der Sonnenseite rot geflammt und glatt und dick. Das Fruchtfleisch ist gelblich-weiß, fest und knackig. Sein Geschmack
ist saftig, süß-säuerlich, aromatisch, Reif gilt der Fiesta ab Mitte September und genussreif ca. 6 Wochen, Lagerfähig: ca. 4 - 5 Monate


Gravensteiner
Er zählt zu den Frühsorten und ist ein Apfel für den Sofortverzehr. Das gelbliche, saftige, relativ feste Fleisch besitzt ein charakteristisches Aroma: süß säuerlich und erfrischend. In einem normalen Hauslager ist er nicht länger als 2-3 Wochen haltbar. Glockenapfel Ein dezentes Aroma, harmonisch wie ein voller Glockenton: der Glockenapfel. Seinen Namen hat er allerdings von der charakteristischen Form. Er ist grünlichgelb mit orangerotem Anflug und hat ein feinzelliges, erfrischend säuerliches Fruchtfleisch. Geerntet wird im Oktober und haltbar, je nach Lagerung bis Juni

Delba
zählt zu den schmackhaftesten frühreifen Tafeläpfeln. Die Schale ist gelbgrün und zeigt sonnenseits leicht rötliche Streifen. Im Gegensatz zu den sonstigen, meist säuerlichen Frühsorten ist diese Neuheit auch bei Kindern beliebt. Der äußerst geringe Säuregehalt prädestiniert die Frucht für Stillende und Menschen, die empfindlich auf säuerliche Äpfel reagieren. Das Fruchtfleisch ist weißlich, knackig und saftig. Die Sorte reift Mitte bis Ende August und hält sich im Lager bis Oktober, also deutlich länger als andere Frühsorten.

Birnen verschiedene Sorten, je nach Saison (Conference, Graue Hühnerbirne, etc.)

Johannisbeeren - rot und schwarz, je nach Saison

Süßkirschen - je nach Saison

Pflaumen & Zwetschgen - je nach Saison

Der Apfel
One apple a day keeps the doctor away" (Ein Apfel am Tag hält den Doktor fern). Äpfel enthalten gut lösliche Trauben- und Fruchtzucker und liefern damit sofort Energie. Die Apfel- Ballaststoffe Cellulose und Pektin fördern die Verdauung, die Pektine binden zudem Giftstoffe im Darm, in dem sie aufquellen und dabei schädliche Zersetzungsprodukte „auffressen“ - altbewährtes Mittel gegen Durchfall. Gerbstoffe und Fruchtsäuren unterstützen diese Wirkung. Wegen des Gehalts an Fruchtsäuren gilt der Apfel auch als "biologische Zahnbürste", obwohl er das abendliche Zähneputzen nicht ersetzen kann. Äpfel enthalten mehr als 30 Mineralstoffe und Spurenelemente. Der Apfel ist Träger der Vitamine Provitamin A, Vitamin B1, B2, B6, E, Niacin, Folsäure und Vitamin C. Im Gehalt an Vitamin C weisen die Apfelsorten recht unterschiedliche Werte auf, z.B. gering bei Gala, mittel bei Cox Orange, Elstar und Jonagold,
hoch z. B. bei Boskoop. Die meisten Vitamine und Mineralstoffe sitzen direkt unter der Schale, deshalb: Apfel gut waschen und ungeschält essen. Äpfel sind nicht nur gesund, sondern auch hervorragende Durstlöscher. Sie bestehen zu 85% aus Wasser und
eignen sich daher sehr gut als Saftobst.

Geschichte des Apfels:
Seine Urheimat liegt in Westasien und dem Kaukasus, von wo aus er während der Völkerwanderung nach Griechenland gebracht wurde. Von den Griechen lernten die Römer das Wissen um die Veredelung der Apfelbäume, welches sie dann auch den Mitteleuropäern hinterließen. Im 17. Jahrhundert gab es nur 60 verschiedene Apfelsorten. Doch ihre Anzahl stieg, sodass es im 19. Jahrhundert bereits mehr als 4.000 verschiedene Sorten gewesen sein sollen, die in Geschmack, Schalen- und Fruchtfleischfarbe variierten. Es wird angenommen, dass ihre Zahl heute bereits bei über 20.000 liegt.

Apfelernte 
Geerntet werden Äpfel etwa Juli bis Oktober. Apfelblätter und Apfelblüten sammelt man von April bis August.

Äpfel einlagern 
Ab Ende September werden die nicht vollreifen Äpfel vorsichtig vom Baum gepflückt und über den Winter in einen geeigneten Einlagerungsraum auf Apfelsteigen nebeneinander aufgelegt. Die Steigen sollten die Belüftung der Äpfel von allen Seiten gewährleisten. Temperatur des Lagerraumes ist konstant zu halten. Maximal 10°C, besser wäre eine gleichmäßige Temperatur zwischen 4-8°C. Das Lagerobst wird regelmäßig kontrolliert und Äpfel mit braunen Stellen werden herausgenommen. Zugluft im Einlagerungsraum ist zu vermeiden. 

Das Dörren von Äpfeln, eine lohnenswerte Veredelungsmöglichkeit!

Eine traditionelle Methode um Früchte haltbar zu machen, ist es ihnen das Wasser zu entziehen. Schon im Mittelalter wurden auf dem Lande Früchte in der Sonne bzw. durch die warme Umgebungsluft getrocknet und so konserviert. Dafür wurden Apfelringe auf lange Schnüre gefädelt und z.B. auf dem Dachboden oder in anderen trockenen und warmen Räumen aufgehängt. Bis die Obstringe trocken waren, vergingen viele Tage. Heute kann dieser Vorgang mit dem Backofen oder mit speziellen Dörrgeräten beschleunigt werden. Gerne beraten wir Sie hierzu.

Zubereitung im Backofen:
Man nehme gut gereifte Äpfel ohne größere Schadstellen. Früchte waschen und mit einem Tuch trockenreiben und schälen. Kerngehäuse mit einem Apfelausstecher entfernen. Apfel in 5 - 10 mm dicke Scheiben schneiden. Dünne Scheiben geben "Apfelchips
"

Oder Sie verwenden hierfür einen mechanischen Apfelschäler, der den Apfel schält, das Kerngehäuse entfernt und ihn in Scheiben (Ringe) schneidet. Ringe auf einen Backofenrost legen, auf Fäden oder auf Holzstäbe ziehen.
Tipp: Stäbe sollten dann in die Einschubleisten des Backofens passen; Fäden können unter den Backofenrost gehängt werden. Evtl. Abtropfblech unter die trocknenden Früchte schieben. Apfelringe vor dem Trocknen kurz in leicht gesalzenes Wasser oder Zitronensaft tauchen, damit sie nicht zu braun werden. Evtl. verhindert schon der Gehalt an Vitamin C die Bräunung. Das ist aber von der Reife und Sorte des Apfels abhängig. Trocknen mindestens 30 Minuten bei 50 bis 60° C und leicht geöffneter Backofentür, damit die Feuchtigkeit abziehen kann. Evtl. geringere Temperatur (35°C) und längere Trockenzeit wählen. Die Äpfel sind fertig, wenn sie auf Fingerdruck noch leicht nachgeben, aber keine feuchten Stellen mehr haben.

Die getrockneten Früchte können als Tee oder in Kompott oder für Müsli verwendet werden. Sie schmecken auch prima als gesunder Chips-Ersatz. Auch als duftender Schalen- oder Weihnachtsbaumschmuck (z.B. mit getrockneten Orangen- und Zitronenscheiben) sind die Fruchtscheiben sehr beliebt.

Köstliche Bratäpfel - ganz einfach am Tisch gezaubert im Apfelbräter

Äpfel entkernen, mit Mandeln, Rosinen oder Ähnlichem füllen, hinein in den Bräter und Deckel aufsetzen. Die Flamme des Teelichts lässt die Äpfel sanft schmoren! In ca. 30-45 Minuten, je nach Apfelsorte, sind die Äpfel gar!

Diese Bräter gibt es in Keramik oder Terracotta. Wem das zu lange dauert, kann einen Bratäpfel für die Mikrowelle verwenden.

Apfelschäler
Auf die Schnelle - geschält - geschnitten - entkernt - so haben Sie noch nie Äpfel zubereitet!!! 

Einfach den Apfel aufstecken, an der Kurbel drehen und schon haben Sie ein leckeres Ergebnis! Der Apfel wird gleichzeitig geschält, in dekorative Ringe geschnitten und entkernt. Auch sehr praktisch, wenn man Dörrobst mit Apfelringen herstellen möchte. Oder für den Apfelkuchen geschnittene Äpfel benötigt.

Auch sehr interessant für Kinder, da es Spaß macht sich einen Apfel auf diese Weise fertig zu machen! Rutschfest durch Vakuumstandfuß es gibt robuste und hochwertige Metall- oder Kunststoffausführungen

Welcher Apfel ist für welchen Zweck geeignet?
Da man sich diese Frage immer wieder stellt und es eine ganze Reihe an Apfelsorten gibt, haben wir ein paar Tipps für Sie zusammengestellt.

Als Snack:
Saftig und knackig, so müssen Äpfel zum Rohessen sein. Und das sind sie – Elstar, Gravensteiner, Fiesta, Holsteiner Cox. Äpfel sind sehr gesund, sie haben viel Vitamin B und C.

Zum Kochen:
Zum Kochen benötigt man Äpfel mit saftig lockerem Fruchtfleisch wie z. B. Boskoop.

Aus dem Ofen:
Äpfel sollten beim Garen im Ofen ihre Form behalten, deshalb ist die Sorte Holsteiner Cox gut geeignet.

Für Kuchen:
Damit der Kuchen ein tolles Apfel-Aroma bekommt, braucht man Äpfel mit wenig Wasser, die einen kräftigen und leicht säuerlichen Geschmack haben wie z.B. Gravensteiner und Boskoop

Als Füllung:
Zum Füllen von z.B. Apfelstrudel benötigt man feste, würzige und leicht säuerliche Sorten. Prima ist z.B. die Sorte Holsteiner Cox.

Für Gelee:
Für ein Gelee müssen Äpfel sehr viel Fruchtsäure haben. Am besten eignen sich Boskoop.

Als Dessert:
Süß und aromatisch müssen Äpfel für Obstsalate und Aufläufe sein. Am besten sind hierfür Cox Orange und Jonagold.

Aus Äpfeln lassen sich viele schmackhafte Dinge herstellen: Apfelsaft, Apfelmus, Apfelkuchen, Apfelkrapfen, Apfelgelee u.s.w. ..... die Liste ließe sicher noch beliebig verlängern.

Und nicht nur uns schmecken Äpfel so gut. Auch manche Vogelarten schätzen sie - besonders im Winter!

Integrierte Produktion
Das bedeutet zum einen, dass Nützlinge gefördert werden. Dazu gehören beispielsweise Greifvögel, die Wühlmäuse fressen und durch Sitzstangen eingeladen werden, in der Obstanlage auf die Jagd zu gehen. Dazu gehören ebenso andere Vögel, die Insekten fressen. Durch Hecken, in denen die Vögel einen Nistplatz finden, kann man die Zahl der Vögel in einer Obstanlage erhöhen.

Nützlinge sind aber ebenfalls Marienkäfer und Florfliegen, deren Larven die Blattläuse fressen und Raubmilben, die den "Roten Spinnen" nach dem Leben trachten. Ganz besonders wichtige Nützlinge sind die Regenwürmer. Als natürliche Müllabfuhr sorgen sie im Winter dafür, dass die Blätter vom vergangenen Jahr verschwinden. Sie ziehen die Blätter in ihre Gänge im Erdreich und fressen sie dann. Dies ist für die Hygiene in der Obstanlage ganz besonders wichtig.

Auf den Blättern überwintert u. a. nämlich einer der größten Feinde des Apfels. Auf der Unterseite der Blätter befinden sich ganze Nester von Pilzsporen. Einer dieser Pilze, der so genannte "Apfelschorf" kann den Apfel im Frühjahr und im Sommer befallen. Er bekommt hässliche braun-schwarze Flecken auf der Schale oder im schlimmsten Fall stirbt er ab. Sind nun aber genügend Regenwürmer im Boden vorhanden, ist dies der beste Schutz. Im Sommer, wenn das Blattwerk noch am Baum sitzt, lässt man das Gras nach dem Mähen liegen.

Das abgemähte Gras dient aber nicht nur den Würmern zum Fraß, sondern führt auch die Nährstoffe wieder dem Boden zu und hilft damit, die Menge an Dünger zu reduzieren. Im integrierten Pflanzenbau werden diese und noch viele andere Wechselwirkungen berücksichtigt. Pflanzenschutzmittel werden nur eingesetzt, wenn Krankheiten oder Schädlinge den Apfel derart bedrohen, dass es ohne chemische Hilfe aussichtslos ist.